DRC, Trainingsgruppe Kreiensen
Prüfungen, Seminare



Wesenstest am 24. und 25.04.2004

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Man nehme: 20 bunt gemischte Retriever (16 Goldies, 3 Labbies, 1 Toller), dazu genügend passende nette Hundebesitzer(innen) nebst Anhang , ein tolles Gelände in herbstbunt, 2 freundliche, überwiegend trockene Tage, ein Buffet mit reichlich Verpflegung und - nicht zuletzt - einen geduldigen, freundlichen und kompetenten Wesensrichter. Auch ein großer gelber Pikachu aus alten Pokémon-Zeiten und ein Gespenst kamen zum Einsatz.

Durch Einhalten dieses Rezeptes hatten wir am Schluss 14 wesensgeprüfte Retriever mit entsprechendem Eintrag in der Ahnentafel, 6 Hunde wurden zurückgestellt bzw. haben nicht bestanden.

Unser Richter, Herr Karrenberg, nahm sich viel Zeit zur Erklärung des Ablaufes des Testes und verstand es mit seiner humorvollen Art, zumindest bei den Zweibeinern das Nervositätslevel ein wenig herunterzufahren.

Der Ablauf:

  • Kontrolle der Chipnummer, Fragen zur Vorgeschichte des Hundes
  • Spaziergang mit dem abgeleinten Hund durch die Zuschauergruppe
  • Spaziergang des HF mit dem Hund
  • HF und Fremdpersonen spielen mit dem Hund
  • Rückenlage
  • Zergelspiele mit dem Tuch
  • Kreisprobe
  • Parcours mit optischen und akustischen Überraschungen
  • Schusstest
  • Zusammenfassung des Testergebnisses durch Herrn Karrenberg

Voller Einsatz war auch bei den Zuschauern gefragt. Der herbstblattglitschige Rasen brachte Teilnehmer, die mit dem Hund spielen sollten, schon mal aus dem Gleichgewicht und ließ Heiterkeit (und den Ruf nach Zugaben) aufkommen.

Für Heiterkeit sorgten auch das Spiel mit dem Ball und dem Handtuch. Einige Hunde zeigten deutlich, wie "nachhaltig und hartnäckig sie Ziele verfolgen können" und schafften es mehrfach, den abgelegten Ball bzw. das Handtuch wieder in ihren Besitz zu bringen.

Um einen Teil des Wesenstests herauszugreifen, schon allein die Kreisprobe ließ uns Zuschauer verschiedene Charaktertypen erkennen:

  • der kämpfende Retriever ("Ich kämpfe mich hier raus, auch wenn hier so viele Menschen rumstehen"), einem Vertreter dieses Typs gelang dies leider auch früher als beabsichtigt
  • · der coole Retriever (" Ich warte ab, wenn hier so viele Menschen rumstehen, die gehen schon irgendwann weg")
  • · der genießende Retriever ("Ich lege mich auf den Rücken, wenn hier so viele Menschen rumstehen, irgendeiner wird mir schon den Bauch kraulen")

Nach der Prüfung des jeweils ersten Hundes nahm sich Herr Karrenberg an beiden Tagen viel Zeit, um zu erklären, was er beobachtet hatte und wie es einzuordnen war. So erhielt jeder Hundeführer wichtige Informationen über Stärken, aber auch Schwächen seines Hundes und bekam Ratschläge, wie durch entsprechendes Training Verhaltensproblemen gezielt begegnet werden könnte.

Allein die Signale der Körpersprache, z. B. der Haltung und Bewegung der Rute - wir staunten, was Herr Karrenberg alles beobachtet hatte, da haben wir Menschen noch viel zu lernen.

Auch "alten Hasen" unter den Retrieverbesitzern gab er Stoff zum Nachdenken, so z. B. was der Unterschied zwischen Beute- und Bringtrieb ist. Bringtrieb, so erfuhren wir, heißt nicht, dass Ball/Dummy zum Führer/Werfer zurückgebracht werden, sondern dass sie vom Ort der "Erbeutung" weggeschleppt werden, wie früher vom Wolf nach dem Schlagen der Beute. Zu unserem Leidwesen mussten wir uns auch damit abfinden, dass demzufolge kein Apportiertrieb beim Retriever nachzuweisen ist, das ist dann doch Erziehungssache!

Auch der Zusammenhang zwischen Bindung, Unterordnungsbereitschaft und Gehorsam wurde angesprochen und gab uns Stoff zum Nachdenken.

Für Verpflegung war reichlich gesorgt, Getränke, Kuchen, Salate, Brötchen und Gulaschsuppe fanden bei den Zweibeinern Anklang, für die Vierbeiner hatten einige eifrige TG-Mitglieder Hundekuchen gebacken.

Fazit: Wir möchten uns bei allen Helfern, Teilnehmern und vor allem Herrn Karrenberg für diese lehrreiche und unterhaltsame Wochenende bedanken.





BHP am 17.09.2006

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Einen Textbericht zur BHP gibt es (noch?) nicht, aber die Bilder befinden sich H I E R

BHP am 19.09.2004

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Clicker-Seminar am 27.-29. Februar 2004

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Vom 27.-29.02.04 fand im Pfarrhaus in Kreiensen ein Clicker-Seminar statt (hier gleich vielen Dank an Sabine Rohde-Pfau für die zur Verfügungstellung der Räumlichkeiten). Geleitet wurde es durch die 1. Vorsitzende des Vereins "Hunde für Handicaps", Uscha Heiner und ihren Mann.

Das Seminar war aufgegliedert in zwei Teilen: Freitag theroretischer Teil, (ohne Hunde), Samstag und Sonntag (mit Hunden) überwiegend Praxis.

Bei der Ausbildungsform durch den Clicker wird negatives, ungewünschtes Verhalten des Hundes nicht bestraft, sondern ignoriert und positives, gewünschtes Verhalten bestärkt durch den "Click".

Damit die Hunde dieses Geräusch als etwas positives auffassen, müssen sie darauf konditioniert werden. Dies geschieht über Futter. Sobald der Hund ein Leckerli vom Boden aufnimmt, muss ein punktgenaues Click durch den Hundeführer erfolgen. Schon bald soll der Hund dieses Geräusch als Lob empfinden und somit als Bestärkung seines Handelns.

Doch zunächst bestand Uscha darauf, dass jeder der siebzehn Teilnehmer jeweils einmal in die Rolle eines "Hundes", sowie in die des "Hundeführers" schlüpfen sollte… Bei Abwesenheit des "Hundes" überlegte sich die Gruppe eine bestimmte Aufgabe die der "Hund", geführt durch das Clicken seines "Hundeführers", erledigen sollte (z. B. Öffnen des Schnürsenkels oder Entnehmen einer Getränkeflasche aus der Kiste o.ä…)



Der "Hund" muss von selbst Verhalten zeigen. Der Mensch - im Gegensatz zum Hund - zeigt in der Rolle des Tieres oft viel zu viel Verhalten auf einmal, was die ganze Angelegenheit nicht unbedingt erleichterte….

Sehr wichtig ist, dass der Click wirklich punktgenau erfolgt, damit erst gar kein ungewünschtes Verhalten bestärkt wird und Missverständnisse entstehen. Vielleicht sollte noch erwähnt werden, dass während der Aufgabe n i c h t gesprochen werden durfte… Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten führten die Versuche von Gespann zu Gespann immer zügiger zum Ziel..

Nun folgte die wohlverdiente Mittagspause. Wir freuten uns über die reiche Auswahl unserer Salate, Bouletten und Co..

Im Anschluss ging es an die eigentliche Praxis: "Versuch am haarigen Objekt":

Nacheinander wurde stets ein Hund hereingeholt und ging mit seinem Hundeführer in die "Clickerecke". Nach kurzem, erneutem Konditionieren, sollte nun jeder Hundeführer seinen Hund in die vorher gründlich überlegte Aufgabe clicken. Der Hund soll von selbst Verhalten zeigen. Sogar gewünschtes Verhalten, welches in die richtige Richtung geht, wird durch ein Click bestärkt. Anschließend folgt sofort ein Leckerli. Das große Endziel wird praktisch in viele kleine Zwischenziele aufgeteilt. Sehr wichtig ist es, den Hund nicht zu entmutigen und zu frustrieren. Die Übungseinheiten sollten nur sehr kurz sein (am Anfang max. 2-3 Minuten am Stück), dafür aber sehr konzentriert und still vonstatten gehen.

Nachdem jeder mit seinem Hund einmal an die Reihe kam, war Samstag Feierabend.

Sonntag stand Wiederholung und Festigung auf dem Programm. Uscha gab uns auch Tipps, wie der Hund davon abgehalten werden kann, Verhalten, das er einmal gelernt hat und dafür belohnt wurde (z.B. Bellen) immer wieder zu zeigen. Mit fortwährendem Ignorieren gelingt auch dies. Wir bekamen Ratschläge, wie weitergearbeitet werden kann und viele Literaturhinweise.

Manöverkritik zum Abschluss: Wir würden gern an einem Anschlusseminar teilnehmen. Allerdings wurde von einigen die Anzahl der Teilnehmer als zu groß empfunden.

Nochmals ein dickes Dankeschön an Uscha und Hubert, die für uns ihr Wochenende geopfert und den langen Weg auf sich genommen haben!



It was raining cats and dogs again . . .

Begleithundeprüfung am 23.09.02 in Kreiensen
Richter: Josef Gleis, Sonderleitung: Angela Schumny

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Die Prüfung fand auf unserem Trainingsgelände in Kreiensen statt. Da Allen das frühe Aufstehen am Sonntagmorgen noch in den Knochen steckte, begann der Prüfungstag recht steif und wortkarg. Pünktlich zum dritten Hund begann es zu schütten wie aus Eimern, sodaß die Motivation in der Gruppe auf den Tiefpunkt sank. Als wir dann aber die "verzweifelten" Gesichter der Prüflinge sahen, kam der alte Kampfgeist wieder durch. Unsere Fußgängerzone war immer gut besetzt, wenn auch phasenweise der Geräuschpegel für Herrn Gleis' Geschmack zu niedrig war und die Ablenkhunde Yankee (Golden) und Champ (Riesenschnauzer) standen mit ihren Herrchen auch jederzeit parat.

Von 10 gemeldeten Gespannen konnten 9 Teil A bestehen. Unsere Vierbeiner trugen durch kreative Einlagen sehr zur Unterhaltung des Publikums bei. Bei-Fuß-Hüpfen, Fang-mich-doch-Spiele, Sitz statt Platz (wer legt sich schon bei so einem Wetter hin???) und Liegenbleiben mit leicht robbenden Bewegungen wurden dargeboten. Am beliebtesten jedoch war das "Reinigungskosten verursachen" (Zitat, Josef Gleis) in allen Varianten. Im Anschluß an den Prüfungsteil A konnten sieben Gespanne auch Teil B erfolgreich absolvieren.

Am spontan zusammengestellten Buffet konnten sich Teilnehmer, Zuschauer und Helfer mit allerlei Leckereien über das miese Wetter hinwegtrösten. Pünktlich zur Urkundenvergabe schien dann auch wieder die Sonne und unsere Vierbeiner konnten beim Toben auf dem Platz ihren Prüfungsstress abbauen, während wir uns über die Reste des Büffets hermachten.

Mein Dank gilt neben den Helfern der Sonderleiterin Angela Schumny, die Alles straff organisiert und vorbereitet hat, sowie dem Richter Josef Gleis, der uns mit seiner ruhigen und gelassenen Art sehr über unsere Prüfungsangst hinweggeholfen hat.


Eleonore Haas

Abschlußbild der teilnehmenden Gespanne

Richter und Sonderleiterin


Kaffee oder (wetterbedingt) Glühwein?


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